Pressetext von Bettina Zentgraf

Thema:  Opernfestspiele St. Margarethen

Person:

Bettina Zentgraf

Stv. Tourismusobfrau Mörbisch am See

Inhaberin Gut Zentgraf (Weingut, Urlaub am Winzerhof) in Mörbisch
Kandidatin zum Nationalrat, Listenplatz 2 im Burgenland

Ausgangslage / Thema: die regionalen Effekte durch die Absage der Opernfestspiele St. Margarethen im Jahr 2018

2018 wurden im Steinbruch St. Margarethen keine Opernfestspiele durchgeführt, was zu Stornierungen und Absagen von Vorreservierungen unserer Gäste und hohen Umsatzeinbußen bei den Beherbergungsbetrieben, der Gastronomie, den Serviceanbietern, den Lieferanten und den Einnahmen des Tourismusverbandes führte.

Zahlen / Daten / Fakten:

Mörbisch: war in den Jahren 2016+2017 noch eine Steigerung von einstelligen Prozentpunkten bei den Ankünften im Juli zu verzeichnen, mussten wir im Jahr 2018 ein Minus von 11,33 % hinnehmen. In absoluten Zahlen waren das über 1000 Ankünfte weniger.
Die aktuellen Zahlen vom Juli 2019 zeigen wieder ein positives Bild mit einem Plus von 9,45 %. Dh wir konnten den Verlust im heurigen Jahr fast wieder wett machen.
Bei den Nächtigungen fiel im Juli 2018 das Minus mit -5,51 % nicht gar so hoch aus. Betrug in absoluten Zahlen aber immerhin 1500 Übernachtungen zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wenn man das in Wertschöpfung umrechnet, sind das bei einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 35 -40 € zwischen 50.000 – 60.000 Euro an reinen Übernachtungsumsätzen.

Berücksichtigt sind dabei noch gar nicht die sonstigen Ausgaben, die ein Gast an einem Urlaubstag tätigt, wie zB Restaurantbesuche, Weinkauf, Eintritte, Schifffahrten, Souvenirkauf, Buchungen von Touren und Besichtigungen.
Ebenfalls nicht berücksichtigt ist die Umwegrentabilität in den nachgelagerten Branchen und Lieferanten wie Lebensmittelanbieter, Getränkelieferanten, die Weinbauern und die Servicebetriebe wie Wäschereinigung, Friseur, usw.

Der Trend bei den Übernachtungen ist auch hier sehr positiv. Laut aktuellen Zahlen vom Juli konnte der Tourismus in Mörbisch ebenfalls wieder kräftig zulegen und mehr als 2/3 gegenüber dem Vorjahr wettmachen.


Eisenstadt
: auf Nachfrage gibt es in Eisenstadt ein Plus von 60% im Juli. Hier ist die Steigerung deshalb so groß, weil die Besucher eher in die Kategorie Festspielbesucher, denn Urlaubsgäste fallen.

Westufer Neusiedlersee: auf Nachfrage bei der NTG ist zu hören, dass bei den Tourismusgemeinden des Westufers durchgehend signifikante Steigerungen im Juli zu verzeichnen waren.

Stimmen und Stimmung der Gastgeber:

An dieser Stelle sei ein Beispiel eines Gastgeber-Kollegen anführen, der nach Absage der Opernfestspiele eine Stornoflut mit einem Schaden von über 10.000,– Euro hinnehmen musste.

Auch ich persönlich habe letzte Saison einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen, weil etliche Stammgäste, die jedes Jahr ein paar Tage in Mörbisch verbringen, um immer die Oper und die Operette zu besuchen, nicht gebucht haben. Sie waren heuer übrigens fast alle wieder da.

Fazit:

Wir sind überaus froh darüber, dass es LH Hans-Peter Doskozil gelungen ist, die Differenzen zwischen den Esterhazy Betrieben und dem Land Burgenland beizulegen und dass seine Bemühungen, wieder ein gesundes und gutes Arbeitsklima zwischen den beiden herzustellen, gefruchtet haben. Es kann in der Region nur gemeinsam gehen und diesen Weg hat unser LH eingeschlagen.

Status / Trend:
Die meisten Kultur-Gäste besuchen beide Veranstaltungen. Die wenigsten nur eine und immer mehr auch das Felsentheater in Fertörakos. Die Gäste kommen, um Kultururlaub im Burgenland zu machen. Dies macht an den Grenzen nicht halt und wir erleben immer öfter, dass unsere Gäste auch die Produktionen in unserer Nachbargemeinde in Ungarn besuchen. Die unterschiedlichen Inszenierungen beginnen bereits im Juni und gehen bis in den September hinein. Das Felsentheater ist im inneren des Steinbruchs und daher trocken und auch mit beheizbaren Sitzen ausgestattet.

Ich habe bereits vor drei Jahren mit Arpad Kovacs von der Pro Kultura Sopron als stv. Tourismusobfrau intensiven Kontakt gehabt, um die Zusammenarbeit zwischen den Festspielgemeinden zu intensivieren. Hier ging es vor allem darum, Werbematerialien auszutauschen und aufzulegen und Shuttle Dienste anzubieten.

To Do:

Ich denke, dass wir weggehen müssen von einer punktuellen Sichtweise auf die einzelnen Festspielorte, hin zu einer regionalen Sicht. Der Gast reist oft hunderte Kilometer, vor allem aus Deutschland auch viel weiter an. Eine Aufführung wird dafür oft kein Anreiz sein. Wenn er hingegen eine Reihe von Produktionen sehen kann, können wir schon fast an das Konzept von Salzburg oder Bayreuth anknüpfen. Zumindest können wir den Begriff „Kultururlaub“ ins Spiel bringen.
Es ist für mich erstrebenswert, für diese Zielgruppe mehr Serviceleistungen im Bereich Ticket-Buchungen anzubieten, um hier den Einkauf und die Koordination der Termine zu vereinfachen. Die Kultur-Strategie von LH HPD sieht das ja bereits vor. Er hat mit dem Dachbetrieb Kulturbetriebe Burgenland diesbezüglich bereits einen wichtigen Schritt umgesetzt und die Marschrichtung vorgegeben. Die Seefestspiele Mörbisch, die Schloss-Spiele Kobersdorf und das Liszt-Haus Raiding arbeiten schon an einem einheitlichen Ticketing-System. Dazu wünsche ich mir eine intensivere Zusammenarbeit mit den Beherbergungsbetrieben, um auch die Buchungen für die Übernachtungen mit den Ticket-Buchungen besser koordinieren zu können. Hier sollen mittels Information und Bewusstseinsbildung auch die Gastgeber miteingebunden werden.

Mit einem stärkeren Fokus auf die Zielgruppe Kulturtourismus und der Entwicklung von Service- und Dienstleistungen rund um Buchungen von Festspielkarten und Unterkünften, haben wir auch die Chance die Aufenthaltsdauer der Gäste, die seit Jahren im Sinken ist, wieder zu erhöhen.
Als Beispiel sei angebracht, dass bei einem unserer Leitbetriebe in Mörbisch die Aufenthaltsdauer von 3,6 Tage im Jahr 2018 ohne Oper auf 4,2 Tage im heurigen Jahr mit dem zusätzlichen Angebot der Oper erhöht werden konnte.

Herausforderungen:

Neben der Entwicklung von Pauschalangeboten und Serviceleistungen ist sicher der Verkehr unsere größte Herausforderung. Als Grundlage für weiterführende Maßnahmen auch in Richtung Nachhaltigkeit wird zur Zeit vom Land Burgenland eine Verkehrszählung mittels Zählautomaten im Raum Neusiedlersee durchgeführt. Es ist in Zukunft notwendig, vermehrt auf Shuttle Dienste, die die Festspielorte und die umliegenden Tourismusgemeinden miteinander verbinden, zu setzen. Ich sehe das als ein Beispiel für Serviceleistungen für den Gast.
In Mörbisch organisieren wir vom Tourismusverband seit Jahren einen Shuttle Dienst vom Ort zu den Festspielen am See. Anfangs mit dem Gemeindeeigenen Gmoa-Bus, nach Auslaufen dieses Projektes fährt nun an den Festspieltagen ein Doppeldeckerbus zu Land des Lächelns und zum Steinbruch St. Margarethen zur Zauberflöte. Eine Ausweitung dieses Dienstes auf die umliegenden Kulturveranstaltungen wie zum Kultursommer Parndorf, den Konzerten in Eisenstadt, Wiesen oder auch zum Felsentheater Fertörakos ist die Grundlage für eine Marketinginitiative Kulturtourismus in den Sommermonaten.

Bettina Zentgraf
Kandidatin für den Nationalrat

Die Burgenländerin fürs Parlament

Bettina Zentgraf spendiert für den Tierschutz

Tierschutz statt Plastikkugelschreiber

„GANS LANGSAM“-Tafel für die Seestrasse in Mörbisch.

PRESSEINFORMATION

Bettina Zentgraf, Mörbisch
SPÖ Spitzenkandidatin zum Nationalrat / Bezirk Eisenstadt

NR-Kandidatin sponsert „GANS LANGSAM“-Tafel

 

Mörbisch, am 30.8.2019: Statt billiger Wahlwerbegeschenke für die potentiellen Wähler setzt die Spitzenkandidatin vom Bezirk Eisenstadt auf einen sinnvollen und nachhaltigen Einsatz ihres Werbebudgets. „Die Gänse gehören zu unserer Region. Sie sind ein Markenzeichen und müssen geschützt werden. Dies geschieht durch die Schilder auf eine freundliche und nachhaltige Art und Weise. Diese Aktion dient dem Tier- und Umweltschutz und wirkt länger als der Wahlkampf“, begründet Zentgraf Ihr Engagement.

„Unsere weitgehend intakte Naturlandschaft ist für die Urlaubsdestination Neusiedlersee ein ausschlaggebender Faktor. Wir Landwirte und Tourismusbetriebe sehen uns als wichtige Verantwortliche für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft“, erklärt Bettina Zentgraf, die auch lebt, was sie als Nationalrats-Kandidatin inhaltlich vertritt.

Daher ist es Bettina Zentgraf auch ein entsprechendes Anliegen, ein Zeichen im Wahlkampf zu setzen. „Ich verzichte bewusst auf Kugelschreiber aus Plastik und verwende das Geld für den Schutz unserer Gänse. Damit möchte ich bewusst ein Zeichen setzen“, so Zentgraf.

Gans langsam – eine tolle Idee

Die Tafeln entwarf Gerald Koller alias Geronimo. Dem Karikaturisten aus Rust am See und seinem Freund Hans Hallwirth kam die Idee im Mai 2019 am Städtetag in Rust. Sie griffen die Thematik wegen einiger überfahrener Gänseküken auf und riefen so dieses Projekt ins Leben. Für die Grafik zeichnete, wie bereits erwähnt, Geronimo verantwortlich. Der Slogan „GANS LANGSAM“ stammt vom Projektpartner Hallwirth. „Ich war von der Idee sofort begeistert und für mich war klar, dass ich hier gerne einen sinnvollen Beitrag leisten will“, zeigt sich Zentgraf begeistert.

Bettina Zentgraf ist die Spitzenkandidatin der SPÖ für den Nationalrat im Bezirk Eisenstadt. Mit Listenplatz 2 der Landesliste steht sie als Unternehmerin, Touristikexpertin, Gemeindevorständin und Mutter von drei Kindern an vorderster Front. Nicht nur die Zukunft des Nachwuchses ist wichtiger Teil ihres Wahlprogramms. Als Winzerin und Landwirtin ist ihr die Umwelt und der Klimaschutz nicht nur ein Anliegen, sondern gelebter Arbeitsalltag.

Bettina Zentgraf
Kandidatin für den Nationalrat

Die Burgenländerin fürs Parlament

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